Ziel und Zweck des Verfahrens:
keine Angabe
Überblick über das Verfahren:
Schwarmwissen – darauf setzte Osterburg bei der Vorbereitung für ein Klimaschutzkonzept. Mit einem per Zufallsprinzip aus dem Melderegister ausgewählten Bürgerrat „AG Klimaschutz“ ging die Hansestadt in den vergangenen acht Monaten nicht nur neue Wege für sich selbst, sondern nach Kenntnisstand aller beteiligten Netzwerkpartner auch in ganz Sachsen-Anhalt.
Und das kam in der Bürgerschaft mehr als gut an:
„Ich empfand die Arbeit im Bürgerrat als lebendige Demokratie.“
„Man fühlt sich als Bürger wahrgenommen.“
„Es war ein gutes Beispiel für basisdemokratischen Austausch.“
„Um Bürgern nicht nur die Ergebnisse von Gemeinde- und Verwaltungsarbeit zu präsentieren, sondern ihnen auch einen Einblick in Vorgänge und Schwierigkeiten zu geben.“
Genauso wie in der Verwaltung:
„Für uns als Kommune ist das eine große Chance des Miteinanders in wichtigen Zukunftsfragen. Menschen beteiligen, sachlichen Konsens finden, nicht Ideologisieren oder Dämonisieren. Schwarmwissen zulassen, auffangen und bündeln, darüber neue Denkansätze gewinnen und durch einen gemeinsamen Suchprozess mit der Bürgerschaft zu Ergebnissen kommen“, zieht Bürgermeister Nico Schulz durchweg positive Bilanz aus dem Prozess und bedankt sich für die konstruktive Zusammenarbeit.
Insgesamt wurden in sieben Treffen (monatlicher Turnus) sechs Leitsätze und 34 Empfehlungen in vier verschiedenen Handlungsfeldern erarbeitet. Und die stellten drei Bürgerräte bei der Sitzung des Stadtrates am 28. März 2023 den Anwesenden vor.
Am 27. Juni 2023 hatte der Stadtrat die Gründung eines Lenkungskreises "AG Klimaschutz" beschlossen. Mitglieder: drei ehemalige Bürgerrat-Mitglieder, der Klimaschutzmanager des Landkreises Stendal, der Leiter des Bauamtes Osterburg, der Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft und Wohnungsgenossenschaft und der Geschäftsführer der Stadtwerke sowie der Avacon.
Im Oktober 2023 hatte der Lenkungskreis seine Arbeit aufgenommen - geleitet und moderiert von Netzwerk Zukunft Sachsen-Anhalt e.V.
•Aus jeder Handlungsempfehlung des Bürgerrates wurde gemeinsam ein Steckbrief entwickelt, der Ziel, Ausgangslage, Maßnahmen, Akteure, Zielgruppen, Kosten, Finanzierungsmöglichkeiten, Meilensteine, Einsparpotenziale etc. enthält.
Im Juni 2025 wurden Steckbriefe an die Lokalpolitik übermittelt sowie im Internet veröffentlicht. Mit diesem Paket wird in der Verwaltung weitergearbeitet. Außerdem fließt es in das zu beauftragende Klimaschutzkonzept ein.
Der Bürgerrat „Arbeitsgruppe Klimaschutz“ wurde umgesetzt im Modellprojekt „Lokale Demokratie gestalten – Beteiligungspraxis zur Stadtentwicklung in Kleinstädten“. Das Modellvorhaben ist Teil der Pilotphase Kleinstadtakademie und wird vom vhw – Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung e. V. wissenschaftlich begleitet. Im Modellvorhaben sind fünf Kleinstädte beteiligt, die nach neuen Wegen und Formaten suchen, welche die Teilhabemöglichkeiten der Bevölkerung zu lokalen Stadtentwicklungsfragen verbessern. Der Arbeitsprozess des Bürgerrates wurde vom Netzwerk Zukunft Sachsen-Anhalt e.V. begleitet. Die Pilotphase der Kleinstadtakademie ist Teil der Initiative Kleinstädte in Deutschland des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, (BMWSB) (etwas anders sortiert). Sie wird durch das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR), im Rahmen des Forschungsprogramms "Experimenteller Wohnungs- und Städtebau" (ExWoSt) des BMWBS betreut.
Verbindung zu anderen Beteiligungsprozessen:
keine Angabe
Besonderheiten des Verfahrens und sonstige Anmerkungen:
keine Angabe