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Bürgerdialog zum Integrierten Umweltprogramm 2030

(ID 1622)

  • Rahmendaten

    Bundesland
    keine Angabe
    Land:
    Bundesrepublik Deutschland

    Herkunft des Eintrags:
    Sonstige
    Sonstige Datenquelle:
    Bundesumweltministerium
    Name des Verfahrens:
    Bürgerdialog zum Integrierten Umweltprogramm 2030
    Art des Verfahrens:
    Bürgerforum
    Thema:
    Integriertes Umweltprogramm 2030
    Fragestellung:
    Ökologisch zukunftsfähig: Wie wollen wir 2030 leben, wirtschaften und arbeiten? Wie gelingt gemeinsam der Weg dorthin?
    Schlagworte:
    Bürgerdialog, Umwelt, Umweltschutz, Umweltprogramm, 2030, Belastbarkeitsgrenzen, Bürgerumweltforen, Bürgerrat, Leipzig, Düsseldorf, Freiburg, München, Hannover, Berlin
    Themenfelder:
    Klima
    Umwelt
    Nachhaltigkeit
    Verkehr
    Bau
    Haushalt
    Technik
    Infrastruktur
    Bürgerbeteiligung
    Wirtschaft
    Arbeit
    Kinder & Jugend
    Energie
    Bildung & Schule
    Landwirtschaft
    Ernährung
    Gebietskörperschaftübergreifend?
    Ja
    Betroffene Kommunen, Regionen oder Bundesländer:
    Leipzig, Düsseldorf, Freiburg, München, Hannover, Berlin
    Gebietskörperschaftsintern?
    keine Angabe
    Beginn des Bürgerrats:
    22.01.2016
    Ende des Bürgerrats:
    18.04.2016
    Anzahl der Teilnehmenden:
    79
    Politische Ebene:
    National
    Aktueller Status:
    Beendet
    Auftraggeber des Verfahrens:
    Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN)
    Durchführende Akteure:
    Schäfer und Breuss, Zebralog
    Links zu den durchführenden Akteuren:
    https://www.schaeferbreuss.org; https://www.zebralog.de
    Art der Akteure:
    Privatwirtschaftlich
    Offizieller Kontakt für den Bürgerrat:
    Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN)
    Referat G I 5
    Stresemannstr. 128 - 130
    10117 Berlin
    Tel. +49 (0) 228 993050
    E-Mail: poststelle@bmukn.bund.de
    Rechtliche Grundlage:
    Beauftragung durch eine öffentlich-rechtliche Körperschaft
    Verstetigung:
    Einmalig

    Ziel und Zweck des Verfahrens:
    Einholen der lebensweltliche Perspektiven der Bürgerinnen und Bürger zu relevanten Umweltfragen
    Überblick über das Verfahren:
    Trotz aller Erfolge gibt es noch ungelöste umweltpolitische Herausforderungen. Nach wie vor werden in Deutschland ökologische Belastbarkeitsgrenzen überschritten. Auch der globale Umweltzustand ist besorgniserregend. Die Menschheit hat sich weit vom sicheren Handlungsraum entfernt und setzt sich einem hohen Risiko negativer ökologischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Folgen aus. Deutschland trägt hierfür eine Mitverantwortung.

    Die im September 2015 von den Vereinten Nationen beschlossene Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung, die Ergebnisse des Klimagipfels von Paris und des G7-Treffens 2015 stellen auf internationaler Ebene einen Rahmen dar, aus dem die Umweltpolitik Schwung schöpfen kann. Dies hat das BMUV als Ausgangspunkt für eine neue Umweltpolitik genutzt, um die Herausforderungen entschlossen anzugehen. Das Integrierte Umweltprogramm 2030 soll hierfür die Orientierung geben: Hin zu einer sozial-ökologischen Marktwirtschaft und einer nachhaltigen Gesellschaft.

    Das dritte Umweltprogramm in der Geschichte der deutschen Umweltpolitik

    Das Integrierte Umweltprogramm 2030 führt eine lange Linie programmatischer Entwicklungsschritte fort: Von der Vorsorge als Leitprinzip der Umweltpolitik (1971 von der Bundesregierung vorgelegtes Umweltprogramm) über Nachhaltige Entwicklung als Leitbild (1998 vom Bundesumweltministerium vorgelegter Entwurf für ein Umweltprogramm) hin zu einer transformativen Umweltpolitik als neue Leitidee: Umweltpolitik muss gesellschaftliche Veränderungen aufgreifen, neue, nachhaltige Lebensentwürfe, Arbeitsentwürfe und Wirtschaftsentwürfe fördern und damit den Wandel hin zu einer nachhaltigen Wirtschaft und Gesellschaft forcieren – und hierzu zudem das Instrumentarium der Umweltpolitik stets weiterentwickeln.

    Grundlegende Veränderungen nötig, um ökologische Grenzen einzuhalten

    Ausgehend von der zentralen umweltpolitischen Herausforderung, die ökologischen Grenzen einzuhalten, sind grundlegende Veränderungen vor allem in folgenden Schlüsselbereichen erforderlich:

    - Wir wollen eine Energiewende, die eine nahezu emissionsfreie Energieversorgung aller Sektoren sichert, die einen im Dialog mit allen Beteiligten entwickelten Fahrplan für den Kohleausstieg verfolgt und klare Kriterien für ihre naturverträgliche und sozialverträgliche Umsetzung berücksichtigt.

    - Wir wollen ein Verkehrssystem, das umweltgerechte Mobilität und städtische Lebensqualität ermöglicht, die Energiewende unterstützt sowie Lärm- und Luftbelastungen minimiert.

    - Wir wollen eine Landwirtschaft, die die biologische Vielfalt erhält, das Klima schützt, die Intensivtierhaltung beendet und Stoffausträge auf ein verträgliches Maß mindert.

    - Wir wollen eine Form der Ressourcennutzung und des Konsums, die die ökologischen Belastbarkeitsgrenzen in Deutschland und weltweit einhält.

    - Wir wollen den Wandel zur Nachhaltigkeit in Wirtschaft und Gesellschaft auch auf internationaler Ebene noch stärker vorantreiben.

    Das Integrierte Umweltprogramm 2030 enthält daher zum einen übergreifende Maßnahmen für einen Wandel von Gesellschaft und Wirtschaft:

    - Für eine starke Umweltpolitik des Bundes
    - Für eine umweltgerechte Wirtschaftspolitik und Finanzpolitik
    - Zur Minderung weltweiter Umweltauswirkungen Deutschlands
    - Für ein neues Verständnis von Wohlfahrt
    - Zur Unterstützung nachhaltigen Handelns von Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen

    Zum anderen enthält das Programm Maßnahmen in fünf Schwerpunktbereichen:

    - Umweltverträglich und klimaverträglich Wirtschaften, Energiewende und Ressourcenwende
    - Zukunftsfähige Landwirtschaft, intakte Natur
    - Nachhaltige Mobilität, lebenswerte Städte
    - Gesunde Lebensbedingungen
    - Internationale Dimension von Umweltpolitik

    Bürgerdialog zum Umweltprogramm: Wie wollen wir leben?

    Im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) wurde 2016 ein Bürgerdialog zum Integrierten Umweltprogramm 2030 durchgeführt. Als Antwort auf die Frage: "Ökologisch zukunftsfähig: Wie wollen wir 2030 leben, wirtschaften und arbeiten? Wie gelingt gemeinsam der Weg dorthin?" erarbeiteten Bürgerinnen und Bürger verschiedenste Handlungsempfehlungen. Um eine möglichst vielfältige Beteiligung sicherzustellen, wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach dem Zufallsprinzip ausgesucht.

    Insgesamt arbeiteten in den sechs "Bürgerräten" 79 Bürgerinnen und Bürger jeweils anderthalb Tage an gemeinsam getragenen Lösungen. Diese wurden anschließend einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt, diskutiert und auf Anschlussfähigkeit überprüft. Auf diesen "Bürgerumweltforen" brachten sich rund 500 Menschen ein. Um deutschlandweit eine einfache Mitsprache zu ermöglichen, fand zusätzlich ein Online-Dialog statt.

    Die Ergebnisse des Bürgerdialogs sind in Kurzform im Umweltprogramm enthalten.
    Verbindung zu anderen Beteiligungsprozessen:
    - Bürgerumweltforen
    - Online-Dialog
    Besonderheiten des Verfahrens und sonstige Anmerkungen:
    keine Angabe
  • Planung und Durchführung

    Art des Losverfahrens:
    Einfache Zufallsauswahl
    Auswahlkriterien beim Losverfahren:
    Alter
    Geschlecht
    Sonstige
    Datenbasis für das Losverfahren:
    Einwohnermelderegister
    Gab es nicht-geloste Teilnehmende?
    Ja
    Anzahl nicht geloster Teilnehmender:
    keine Angabe
    Wie und nach welchen Kriterien wurden die nicht-gelosten Teilnehmenden ausgewählt?
    keine Angabe
    Wie wurden die ausgelosten Personen kontaktiert?
    Sonstiges
    Sonstige Auswahlkriterien:
    soziokulturelle Faktoren
    Anzahl Einladungen:
    7800
    Anzahl positiver Rückmeldungen:
    282
    Quote positiver Rückmeldungen in Prozent:
    3.6
    Gab es eine finanzielle Entschädigung für die Teilnehmenden?
    keine Angabe
    Unterstützung der Teilnahme:
    keine Angabe

    Kosten:
    keine Angabe
    Herkunft der Finanzierung:
    Refoplan

    Datum des Beschlusses:
    keine Angabe
    Prozessdesign: Einbezug von Stakeholdern (Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung):
    keine Angabe
    Prozessdesign: : Politische Mandatsträger:innen (Exekutive, Legislative):
    keine Angabe

    Art der Sitzungen:
    Nur Präsenz
    Drop-Outs:
    keine Angabe
    Optional: Angebotene Plattformen:
    keine Angabe
    Anzahl der Sitzungstage:
    1
    Art der Kleingruppen:
    keine Angabe
    Wurde eine Facilitation-Methode angewandt?
    Ja
    Angewendete Methoden:
    keine Angabe
    Gesamtdauer der Sitzungen in Stunden:
    keine Angabe
    Anzahl der Panel:
    keine Angabe

    Einbezug von externer Expertise:
    Ja
    Anzahl der Experten:
    keine Angabe
    Einbezug von externer lokaler Expertise:
    keine Angabe
    Gesamtumfang des externen Inputs:
    keine Angabe
    Hintergrund der Expert:innen:
    Wissenschaft
    Zivilgesellschaft
    Wirtschaft

    Welche Begleitgremien gab es zum Bürgerratsprozess?
    keine Angabe
    Perspektiven in den Begleitgremien:
    keine Angabe
    Rolle der Begleitgremien:
    keine Angabe

    Wurde Öffentlichkeitsarbeit durchgeführt?
    Ja
    Umfang und Art der Öffentlichkeitsarbeit:
    keine Angabe
    Wer hat die Öffentlichkeitsarbeit durchgeführt?
    Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN)
  • Ergebnisse und Wirkung

    Wurde der Bürgerrat evaluiert?
    Ja: interne Evaluation
    Art der Evaluation:
    keine Angabe
    Methodik der Evaluation
    keine Angabe
    Herausforderungen:
    keine Angabe
    Lernerfahrungen für zukünftige Verfahren:
    keine Angabe
    Gab es eine Begleitforschung?
    Nein

    Anzahl der vom Bürgerrat erarbeiteten Empfehlungen für die Politik:
    29
    Sind die Empfehlungen übergeben worden?
    Ja
    Sind die Empfehlungen publiziert worden?
    Ja
    Wurden die Empfehlungen mit den Adressaten diskutiert?
    Ja
    Wie oft und in welchem Rahmen hat ein Austausch zu den Empfehlungen mit den Adressaten stattgefunden?
    keine Angabe

    Legislative Beratung:
    keine Angabe
    Gab es eine Stellungnahme zu den Empfehlungen?
    keine Angabe
    Legislative Beschlüsse:
    keine Angabe
    Exekutive Beschlüsse:
    keine Angabe
    Politische Mehrheitsverhältnisse der Legislative:
    CDU, CSU, SPD
    Politische Mehrheitsverhältnisse der Exekutive:
    CDU, CSU, SPD
    Regierungswechsel während des Prozesses:
    Nein
    Wurde die Umsetzung überprüft?
    keine Angabe
    Stand der Umsetzung:
    keine Angabe
  • Kontaktdaten

    Vorname:
    keine Angabe
    Name:
    keine Angabe
    Telefon:
    keine Angabe
    Mobil:
    keine Angabe
    E-Mail:
    keine Angabe
    Welche Rolle hatten Sie im Bürgerrat?
    keine Angabe