Ziel und Zweck des Verfahrens:
Erarbeitung von Empfehlungen zur kommunalen Wärmeplanung der Gemeinde Techentin. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen sich mit den Ergebnissen der Wärmeplanung sowie den Möglichkeiten der künftigen Wärmeversorgung befassen und dabei auch Fragen und Anregungen aus der Bevölkerung berücksichtigen.
Überblick über das Verfahren:
Die Gemeinde Techentin in Mecklenburg-Vorpommern setzt bei ihrer kommunalen Wärmeplanung auf einen Bürgerrat. 23 Einwohnerinnen und Einwohner werden im Oktober und November 2026 an vier Terminen zusammenkommen und Empfehlungen zur künftigen Wärmeversorgung der Gemeinde erarbeiten. Die Gemeinde will damit die Bevölkerung an der weiteren Gestaltung der Wärmeplanung beteiligen.
Der kommunale Wärmeplan für Techentin war bereits im März 2026 fertiggestellt worden. Er untersucht den heutigen Wärmebedarf, vorhandene Energiequellen und Möglichkeiten für eine klimaneutrale Wärmeversorgung. Für die ländlich geprägte Gemeinde kommt der Plan zu dem Ergebnis, dass die Wärmeversorgung künftig überwiegend dezentral und gebäudebezogen erfolgen dürfte. Klassische flächendeckende Wärmenetze werden aufgrund der geringen Wärmedichte als langfristig nicht wirtschaftlich eingeschätzt.
200 Menschen werden ausgelost
Für den Bürgerrat wurden zunächst 200 Einwohnerinnen und Einwohner aus dem Einwohnermelderegister ausgelost und persönlich angeschrieben. Bei der Auslosung wurden Kriterien wie Ortsteil, Alter und Geschlecht berücksichtigt. Die Rückmeldung auf die Einladung und die Teilnahme am Bürgerrat sind freiwillig. Aus diesem Kreis wurden 23 Teilnehmerinnen und Teilnehmer für den Bürgerrat gewonnen. Die 23 Bürgerrat-Mitglieder kommen aus allen sieben Ortsteilen.
Fragen aus der Bevölkerung fließen in die Beratungen ein
Dem Bürgerrat ging am 24. September 2026 eine öffentliche Informationsveranstaltung im Gemeindezentrum Langenhagen voraus. Dort wurden die Ergebnisse der kommunalen Wärmeplanung vorgestellt. Behandelt wurden unter anderem der gegenwärtige Wärmebedarf, örtliche Potenziale und die Frage, ob gemeinschaftliche Lösungen für die Wärmeversorgung möglich sind. Einwohnerinnen und Einwohner konnten zudem eigene Fragen und Anregungen einbringen. Der Bürgerrat soll diese nach Angaben der Gemeinde bei seinen Beratungen möglichst weitgehend berücksichtigen.
Verbindung zu anderen Beteiligungsprozessen:
keine Angabe
Besonderheiten des Verfahrens und sonstige Anmerkungen:
Der Bürgerrat findet nach Fertigstellung des kommunalen Wärmeplans statt. Ihm ging eine öffentliche Informationsveranstaltung voraus, bei der die gesamte Bevölkerung Fragen und Anregungen für die Beratungen des Bürgerrats einbringen konnte. Damit verbindet das Verfahren offene Bürgerbeteiligung mit der vertieften Beratung einer ausgelosten Gruppe.