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Dialog KlimaAnpassung – Leben im Klimawandel gemeinsam meistern

(ID 380)

  • Rahmendaten

    Bundesland
    keine Angabe
    Land:
    Bundesrepublik Deutschland

    Herkunft des Eintrags:
    Eigenrecherche
    Name des Verfahrens:
    Dialog KlimaAnpassung – Leben im Klimawandel gemeinsam meistern
    Art des Verfahrens:
    Dialog
    Thema:
    Empfehlungen für ein klimaangepasstes Deutschland aus fünf Regionen
    Fragestellung:
    1. Versetzen Sie sich in die Zukunft bis zum Jahr 2050: Wie sieht das konkret aus, wenn für Ihr Thema in Ihrer Region gute Lösungen gefunden werden (Zukunftsbild)?
    2. Welche Maßnahmen und Rahmenbedingungen sollen angepackt werden, um das Zukunftsbild zu erreichen?
    > Unsere Bürgerempfehlung für eine lebenswerte Zukunft im Klimawandel
    Schlagworte:
    Dialog, Klima, Klimakrise, Klimaschutz, Klimaanpassung, Klimafolgenanpassung, Region, Ostseeküste, Mittelelbe, Rhein, Ruhr, Main, Bayerischer, Wald, Arbeiten, Wohnen, Wirtschaft, Versorgung, Verkehr, Mobilität, Gesundheit, Freizeit, Reisen, Naherholung, Lebensgrundlagen, Bildung, Kommunikation, Beteiligung
    Themenfelder:
    Klima
    Umwelt
    Nachhaltigkeit
    Stadtplanung
    Verkehr
    Bau
    Wohnen
    Grünflächen
    Infrastruktur
    Bürgerbeteiligung
    Wirtschaft
    Arbeit
    Energie
    Gesundheit
    Bildung & Schule
    Landwirtschaft
    Ernährung
    Sonstiges
    Sonstige Themenfelder:
    Freizeit, Reisen, Naherholung
    Gebietskörperschaftübergreifend?
    Ja
    Betroffene Kommunen, Regionen oder Bundesländer:
    Region Ostseeküste, Region Mittelelbe, Region Rhein-Ruhr, Region Rhein-Main, Region Bayerischer Wald
    Gebietskörperschaftsintern?
    Nein
    Beginn des Bürgerrats:
    21.10.2023
    Ende des Bürgerrats:
    07.03.2024
    Anzahl der Teilnehmenden:
    331
    Politische Ebene:
    National
    Aktueller Status:
    Beendet
    Auftraggeber des Verfahrens:
    Umweltbundesamt
    Durchführende Akteure:
    IKU - Die Dialoggestalter
    Links zu den durchführenden Akteuren:
    https://dialoggestalter.de/
    Art der Akteure:
    Privatwirtschaftlich
    Offizieller Kontakt für den Bürgerrat:
    Umweltbundesamt
    Wörlitzer Platz 1
    06844 Dessau-Roßlau
    Tel: +49 (0) 340-2103-0
    E-Mail: buergerservice@uba.de
    Rechtliche Grundlage:
    Beauftragung durch eine öffentlich-rechtliche Körperschaft
    Verstetigung:
    Einmalig

    Ziel und Zweck des Verfahrens:
    Bürgerbeteiligung zur Vorsorge und Anpassung an die Folgen des Klimawandels
    Überblick über das Verfahren:
    Mit dem "Dialog KlimaAnpassung – Leben im Klimawandel gemeinsam meistern" starteten das Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt im September 2023 einen breiten Beteiligungsprozess zur notwendigen Vorsorge und Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Die Klimakrise wirkt sich bereits spürbar auf unser Alltagsleben aus und die Auswirkungen werden weiter zunehmen. Es stellt sich die Frage, wie wir uns eine lebenswerte Zukunft im Klimawandel vorstellen.

    Mit dem "Dialog KlimaAnpassung – Leben im Klimawandel gemeinsam meistern" wurde die gesellschaftliche Debatte zur notwendigen Anpassung an die Folgen des Klimawandels fortgeführt. Bürgerinnen und Bürger, darunter auch Jugendliche und junge Menschen, konnten ihre Vorstellungen zu einem klimaangepassten Deutschland einbringen und Empfehlungen geben, wie dies erreicht werden soll, um eine hohe Lebensqualität zu erhalten. Parallel dazu wurden Fachleute aus Bundesländern, Kommunen, Verbänden und Wissenschaft durch die Bundesregierung in den verschiedenen Themenclustern beteiligt und sie konnten ihre Expertise in die Strategieentwicklung einbringen.

    Was ist Klimaanpassung?

    Klimaanpassung bedeutet, die Vorsorge und den Schutz gegenüber extremen Wetterereignissen zu verbessern und sich gleichzeitig auf langfristige Klimaveränderungen wie Temperatur- und Meeresspiegelanstieg vorzubereiten. Dabei sind jedoch weiterhin alle Anstrengungen zum Klimaschutz nötig, damit die Folgen des Klimawandels nicht unbeherrschbar werden.

    Online-Beteiligung

    Alle Bürgerinnen und Bürger konnten vom 18. September bis zum 22. Oktober 2023 an der bundesweiten Online-Beteiligung "Dialog KlimaAnpassung – Leben im Klimawandel gemeinsam meistern" teilnehmen. Dabei ging es um die Einschätzung der aktuellen Situation und die persönlichen Erfahrungen im Alltag mit den Folgen des Klimawandels, um Handlungsschwerpunkte und zukünftige Herausforderungen für die Vorsorge und Anpassung an die vielfältigen und wachsenden Folgen des Klimawandels. Im Kern der Online-Beteiligung galt es gemeinsam zu klären, welche Maßnahmen zur vorsorgenden Klimaanpassung notwendig sind, um die Lebensqualität für alle in Deutschland trotz Klimakrise zu erhalten und, soweit möglich, zu verbessern. Daran nahmen 1.749 Bürgerinnen und Bürger teil, die 121 Ideen mit Klimaanpassungsbezug einbrachten.

    Parallel fand eine Online-Jugendbeteiligung statt, die sich speziell an Jugendliche und junge Menschen zwischen 14 und 25 Jahren richtete. Hier standen die langfristige Betroffenheit durch die Klimawandelfolgen und die Zukunftsvorstellungen der jungen Generation im Mittelpunkt. An dieser Jugendbeteiligung nahmen 230 Personen teil.

    Regionale Dialogveranstaltungen

    Im Oktober und November 2023 luden das Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt außerdem in fünf ausgewählten Regionen zu regionalen Dialogveranstaltungen ein. Bei diesen zweitägigen Veranstaltungen diskutierten etwa 331 Personen darüber, wie ihre Region für eine lebenswerte Zukunft klimaangepasst gestaltet werden sollte.

    Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden zufällig ausgewählt, so dass sich eine möglichst vielfältige Zusammensetzung ergab. In den Dialogen entwickelten die Ausgelosten insgesamt 62 Kernbotschaften als Empfehlungen. Die Bürgerinnen und Bürger formulierten besonders viele Empfehlungen zu den Themenbereichen Wohnen, Versorgung und Mobilität sowie Lebensgrundlagen.

    Veranstaltungen in fünf Regionen

    Die Veranstaltungen fanden in fünf Regionen Deutschlands statt: Ostseeküste in Wismar, Mittelelbe in Dessau-Roßlau, Rhein-Ruhr in Duisburg, Rhein-Main in Worms und Bayerischer Wald in Zwiesel. Diese Regionen sind durch die Auswirkungen des Klimawandels teilweise spezifisch betroffen und stehen beispielhaft für die vielfältigen Herausforderungen der Klimaanpassung in Deutschland. Sie wurden auf der Grundlage der Ergebnisse der Klimawirkungs- und Risikoanalyse 2021 der Bundesregierung und mit Blick auf unterschiedliche Siedlungsräume, Landschaften sowie Wirtschafts- und Infrastrukturen ausgewählt.

    Im Dezember 2023 wurden Fachleute aus Bundesländern, Kommunen, Verbänden und Wissenschaft durch die Bundesregierung in den verschiedenen Themenbereichen beteiligt und konnten ihre Expertise in die weitere Strategieentwicklung einbringen.

    Klimaanpassungsstrategie beschlossen

    Im September 2024 hat das Umweltbundesamt die gebündelten Empfehlungen aus dem Dialog KlimaAnpassung veröffentlicht. Das Dokument enthält eine Zusammenfassung der wesentlichen Anliegen von Bürgerinnen, Bürgern und Fachleuten und macht den Beteiligungsprozess transparent.

    Die Ergebnisse aus der Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, der Jugend und der Fachwelt wurden gebündelt und im Hinblick auf Priorisierung, Ergänzungen oder Weiterentwicklungen von Zielen, Indikatoren und Maßnahmen sowie Lösungsoptionen ausgewertet. Die Zusammenstellung diente den Bundesministerien dazu, die wesentlichen Ergebnisse der Beteiligung für die Weiterentwicklung der Klimaanpassungsstrategie zu reflektieren und abzuwägen, welche Empfehlungen aufgenommen werden. Die Deutsche Klimaanpassungsstrategie 2024 ist am 11. Dezember 2024 im Bundeskabinett beschlossen worden.
    Verbindung zu anderen Beteiligungsprozessen:
    Online-Beteiligung "Dialog KlimaAnpassung – Leben im Klimawandel gemeinsam meistern", Online-Jugendbeteiligung
    Besonderheiten des Verfahrens und sonstige Anmerkungen:
    Am 1. Juli 2024 ist das Bundes-Klimaanpassungsgesetz (KAnG) in Kraft getreten. Im KAnG ist vorgesehen, dass die Bundesregierung bis spätestens September 2025 eine vorsorgende Klimaanpassungsstrategie mit messbaren Zielen entwickelt, nachfolgend umsetzt und unter Berücksichtigung aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse alle vier Jahre fortschreibt. Dabei sind die Länder, Verbände und die Öffentlichkeit zu beteiligen.
  • Planung und Durchführung

    Art des Losverfahrens:
    Einfache Zufallsauswahl
    Auswahlkriterien beim Losverfahren:
    Alter
    Geschlecht
    Wohnort
    Bildungsabschluss
    Datenbasis für das Losverfahren:
    Einwohnermelderegister
    Gab es nicht-geloste Teilnehmende?
    Nein
    Wie wurden die ausgelosten Personen kontaktiert?
    Postalisch
    Telefonisch
    Per Email
    Anzahl Einladungen:
    13967
    Anzahl positiver Rückmeldungen:
    457
    Quote positiver Rückmeldungen in Prozent:
    3.3
    Gab es eine finanzielle Entschädigung für die Teilnehmenden?
    Ja
    Betrag der Zahlung pro Teilnehmenden:
    40 Euro
    Unterstützung der Teilnahme:
    keine Angabe

    Kosten:
    keine Angabe
    Herkunft der Finanzierung:
    Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt

    Datum des Beschlusses:
    2022
    Prozessdesign: Einbezug von Stakeholdern (Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung):
    Nein
    Prozessdesign: : Politische Mandatsträger:innen (Exekutive, Legislative):
    Ja

    Art der Sitzungen:
    Nur Präsenz
    Drop-Outs:
    keine Angabe
    Optional: Angebotene Plattformen:
    keine Angabe
    Anzahl der Sitzungstage:
    2
    Art der Kleingruppen:
    Selbstmoderierte Kleingruppen
    Moderierte Kleingruppen
    Wurde eine Facilitation-Methode angewandt?
    Ja
    Angewendete Methoden:
    Zukunftskonferenz
    Gesamtdauer der Sitzungen in Stunden:
    keine Angabe
    Anzahl der Panel:
    keine Angabe

    Einbezug von externer Expertise:
    Ja
    Anzahl der Experten:
    5
    Einbezug von externer lokaler Expertise:
    Nein
    Gesamtumfang des externen Inputs:
    keine Angabe
    Hintergrund der Expert:innen:
    Wissenschaft

    Welche Begleitgremien gab es zum Bürgerratsprozess?
    keine Angabe
    Perspektiven in den Begleitgremien:
    keine Angabe
    Rolle der Begleitgremien:
    keine Angabe

    Wurde Öffentlichkeitsarbeit durchgeführt?
    Ja
    Umfang und Art der Öffentlichkeitsarbeit:
    Internetseite, Pressemitteilungen, Beiträge in sozialen Medien
    Wer hat die Öffentlichkeitsarbeit durchgeführt?
    Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt
  • Ergebnisse und Wirkung

    Wurde der Bürgerrat evaluiert?
    Ja: interne Evaluation
    Art der Evaluation:
    Bilanzierende Evaluation
    Methodik der Evaluation
    Teilnehmendenbefragung
    Herausforderungen:
    keine Angabe
    Lernerfahrungen für zukünftige Verfahren:
    Alle Beteiligungselemente wurden evaluiert. Dabei gab es zu den Präsenzformaten einen hohen Rücklauf, während dieser für die Online-Formate eher gering ausfiel und daher weniger aussagekräftig ist. Die Evaluationsergebnisse sind insgesamt positiv. Zudem war ein Teil der Bürgerinnen und Bürger und der Interessenvertreterinnen und -vertreter skeptisch, ob ihre Empfehlungen im weiteren Prozess der Strategieentwicklung berücksichtigt werden.
    Gab es eine Begleitforschung?
    Nein

    Anzahl der vom Bürgerrat erarbeiteten Empfehlungen für die Politik:
    62
    Sind die Empfehlungen übergeben worden?
    Ja
    Sind die Empfehlungen publiziert worden?
    Ja
    Wurden die Empfehlungen mit den Adressaten diskutiert?
    Ja
    Wie oft und in welchem Rahmen hat ein Austausch zu den Empfehlungen mit den Adressaten stattgefunden?
    Die Empfehlungen aus den fünf regionalen Dialogen wurden am 7. März 2024 durch die Bürgerdelegierten an das Bundesumweltministerium übergeben. Aus dem Kreis der Teilnehmerinnen und Teilnehmer gewählte Bürgerinnen- und Bürgerdelegierte übergaben ihre erarbeiteten Bürgerempfehlungen zur Klimaanpassung im persönlichen Gespräch an die Staatssekretärin Dr. Christiane Rohleder.

    Legislative Beratung:
    Ja
    Gab es eine Stellungnahme zu den Empfehlungen?
    Nein
    Legislative Beschlüsse:
    Ja
    Exekutive Beschlüsse:
    Nein
    Politische Mehrheitsverhältnisse der Legislative:
    SPD, Grüne, FDP
    Politische Mehrheitsverhältnisse der Exekutive:
    SPD, Grüne, FDP
    Regierungswechsel während des Prozesses:
    Nein
    Wurde die Umsetzung überprüft?
    Nein
    Stand der Umsetzung:
    Unbekannt
  • Kontaktdaten

    Vorname:
    keine Angabe
    Name:
    keine Angabe
    Telefon:
    keine Angabe
    Mobil:
    keine Angabe
    E-Mail:
    keine Angabe
    Welche Rolle hatten Sie im Bürgerrat?
    keine Angabe