Ziel und Zweck des Verfahrens:
Entwicklung von Ideen zur Verbreitung von Solaranlagen auf Hausdächern in Schorndorf
Überblick über das Verfahren:
In Schorndorf fand am 9. Oktober 2021 ein Bürgerrat statt, um Ideen zur Verbreitung von Solaranlagen auf Hausdächern in Schorndorf zu sammeln. Dem vorausgegangen war am 25. März 2021 ein Beschluss des Gemeinderates, ein Gesamtklimaschutzkonzept auszuarbeiten, mit dem Ziel, die Klimaneutralität für die Stadt Schorndorf bis zum Jahr 2035 zu erreichen. Im Beschluss war u.a. die Etablierung eines Klima-Bürgerrates vorgesehen.
Losverfahren
Für den Bürgerrat wurden in Schorndorf 500 Einwohnerinnen und Einwohner per Zufallsauswahl über das Melderegister eingeladen, mit dem Ziel, 25 Zusagen zu gewinnen.
Statt der erwarteten 25 Zusagen erhielten die Organisatoren von "Klimaentscheid Schorndorf" Zusagen von 50 Interessierten, von denen am Veranstaltungstag allerdings nur 25 erschienen. Von den Nichterschienenen hatten sich im Vorfeld elf Personen wieder abgemeldet.
Ablauf des Bürgerrates
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten als Input zu Beginn einer jeden Arbeitsrunde ein Expertenbriefing mit der Möglichkeit Verständnisfragen zu stellen. Dann arbeiteten sie in vier Arbeitsrunden in immer wieder unterschiedlicher Zusammensetzung von zufällig ausgelosten Fünf-Personen-Gruppen getrennt und eigenständig ohne Moderation an konkreten Fragestellungen.
Experten-Input gaben
- Jürgen Menzel, Geschäftsführer der Energieagentur Rems Murr
- Felix Denzinger, Vorstand der Bürgerenergiegenossenschaft Kirchheim Teck
- Dr. Peter Moser, Deutsche Bundestiftung Umwelt DBU
- Christoph Baier, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Schorndorf
Nach den Gruppen-Arbeitsphasen trafen sich alle Bürgerrat-Mitglieder, um pro Gruppe die drei wichtigsten gemeinsam erarbeiteten Empfehlungen im Plenum vorzulesen und anschließend zu bepunkten.
Empfehlungen
Am Ende des Bürgerrates standen vier Empfehlungen. Die Bürgerrat-Mitglieder wünschen sich so etwa die Stadt in einer proaktiven Beratungsrolle Sie möchten eine persönliche Beratung. Des Weiteren schlägt die Losversammlung die Bildung von Interessensgemeinschaften vor, damit die Menschen selbst Teil der Lösung werden könnten – aber auch, um etwa Sammelbestellungen oder -aufträge zu realisieren. Und schließlich schlägt der Klima-Bürgerrat einen Ausbau des Genossenschaftsmodells vor, um Wirtschaftlichkeit und Gemeinwohl zusammenzuführen. Auch die wichtige Rolle der Stadtwerke wurde immer wieder betont.
Verbindung zu anderen Beteiligungsprozessen:
keine Angabe
Besonderheiten des Verfahrens und sonstige Anmerkungen:
keine Angabe