Abschluss des Dialogprozesses Tempelhofer Feld
Pressemitteilung vom 16.09.2025
Aus der Sitzung des Senats am 16. September 2025:
Der Senat hat den vom Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Christian Gaebler, vorgelegten Bericht über den Dialogprozess zur Zukunft des Tempelhofer Feldes beschlossen.
Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen hat den mehrstufigen Dialogprozess zum Tempelhofer Feld am 12. und 13. Juli 2025 mit der dritten Dialogwerkstatt erfolgreich abgeschlossen. Seit Sommer 2024 wurden Berlinerinnen und Berliner umfassend in die Diskussion um eine den Bedürfnissen der Stadt entsprechende Weiterentwicklung des Tempelhofer Feldes einbezogen.
Stadtentwicklungssenator Christian Gaebler: „Mit dem Dialogprozess haben wir eine breite und respektvolle Debatte ermöglicht, die die Vielfalt der Perspektiven unserer Stadt widerspiegelt. Das Tempelhofer Feld ist ein besonderer Ort, der für Berlin und seine Zukunft große Chancen eröffnet. Der Dialogprozess hat gezeigt, dass eine offene und konstruktive Debatte auch über kontroverse Themen und Projekte möglich ist. Die Berlinerinnen und Berliner haben klargemacht, dass sie Verantwortung für diesen besonderen Ort übernehmen wollen.“ Nun gelte es, auf Grundlage der Ergebnisse gemeinsam den weiteren Weg zu gestalten. Für viele der vorgeschlagenen Maßnahmen, auch wenn es sich um rein landschaftsplanerische Qualifizierungen handelt, sei voraussichtlich eine Änderung des Tempelhofer-Feld-Gesetzes erforderlich, so der Senator.
Mit einer öffentlichen Ausstellung auf dem Vorfeld des Flughafengebäudes Tempelhof endet der gut einjährige Dialogprozess Tempelhofer Feld. Vom 20. September bis zum 5. Oktober 2025 werden alle 164 Beiträge des internationalen stadt- und freiraumplanerischen Ideenwettbewerbs ausgestellt. Neben der Open-Air-Ausstellung sind die Arbeiten auch digital verfügbar auf der Projektwebsite https://thf-dialog.berlin.de.
Der im November 2024 ausgelobte Ideenwettbewerb war in den Dialogprozess integriert und wurde in zwei Phasen durchgeführt. Aus den 164 eingereichten Arbeiten wählte das Preisgericht in seiner ersten Sitzung 20 Beiträge aus. Aus diesen 20 Entwürfen wurden im Juni 2025 sechs gleichwertige Entwürfe in einer Preisgruppe und drei Arbeiten in einer Anerkennungsgruppe ausgezeichnet.
Für den Dialogprozess wurden 20.000 Berlinerinnen und Berliner zufällig angeschrieben. Aus knapp 1000 Bewerbungen zur Beteiligung wurden 275 Teilnehmende ausgelost, deren Zusammensetzung die Stadtgesellschaft widerspiegelte. Nach der Auftaktveranstaltung im Juli 2024 fanden im Zeitraum von September 2024 bis Juli 2025 drei Dialogwerkstätten sowie eine Kinder- und Jugendbeteiligung statt. Die Ergebnisse der rund 200 mitwirkenden Kinder und Jugendlichen flossen ebenfalls in die Diskussionen der Dialogwerkstätten ein.
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