Beteiligung geht in die nächste Phase: Bürgerforum zur Berliner Olympiabewerbung

Pressemitteilung vom 13.03.2026

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Das erste Bürgerforum zur Berliner Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele findet am morgigen Samstag, 14. März 2026, statt. Zu dem Bürgerforum kommt eine repräsentativ ausgewählte Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern zusammen, die per Losverfahren ausgewählt wurden. An drei aufeinanderfolgenden Samstagen wird diskutiert, und es werden gemeinsam Empfehlungen für die Bewerbung erarbeitet. Dafür werden die Beteiligungsergebnisse aus der Kiez-Tour, dem Workshop mit Akteuren aus der Stadtgesellschaft und der Online-Beteiligung zu konkreten Maßnahmenempfehlungen verdichtet. Am Ende steht die „Bürgercharta für Olympia“, die die Empfehlungen aus der Stadtgesellschaft bündelt.

Die Kiez-Tour lief im Februar in allen zwölf Berliner Bezirken. Rund 1.300 Menschen kamen dabei mit dem Olympia-Projektteam ins Gespräch oder informierten sich über die Bewerbung. Viele nutzten die Gelegenheit, ihre Einschätzungen, Erwartungen und auch Kritik zu teilen – und lieferten damit wichtige Hinweise für die weitere Arbeit an der Bewerbung für die Olympischen und Paralympischen Spiele und für das Bürgerforum.

Mit einem mobilen Informationsstand war das Olympia-Projektteam in den vergangenen Wochen in Berlin unterwegs – etwa in Bibliotheken, bei Sportveranstaltungen, in Einkaufszentren und an anderen öffentlichen Orten. Ziel dieser aufsuchenden Beteiligung war es, dort, wo sich Berlinerinnen und Berliner aufhalten, über die Bewerbung für die Olympischen und Paralympischen Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 ins Gespräch zu kommen.

Hierbei wurden mehr als 1.200 qualitative Hinweise und Rückmeldungen erfasst, die nun verarbeitet werden. In vielen Gesprächen wurde deutlich, dass das Interesse an den Olympischen und Paralympischen Spielen groß ist, gleichzeitig aber auch ein hoher Informationsbedarf über mögliche Auswirkungen für die Stadt und die Menschen besteht. Häufig angesprochen wurden Fragen rund um Sportstätten, die Förderung des Breitensports sowie mögliche Verbesserungen bei Infrastruktur und Mobilität in Berlin.

Berlins Olympiabeauftragter Kaweh Niroomand: „Die Gespräche in den Kiezen haben gezeigt, dass viele Berlinerinnen und Berliner sehr differenziert auf das Thema schauen. Wer sich beteiligt hat, hat konkrete Ideen, Erwartungen und auch kritische Fragen eingebracht. Genau diese Perspektiven helfen uns, die Bewerbung für die Olympischen und Paralympischen Spiele realistisch und berlin-spezifisch weiterzuentwickeln.“

Parallel zum Beteiligungsprozess laufen die politischen und organisatorischen Vorbereitungen für die Bewerbung für die Olympische und Paralympischen Spiele weiter. Im Frühjahr soll sich das Berliner Abgeordnetenhaus mit der Bewerbung befassen. Am 4. Juni wird das Konzept beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) eingereicht. Am 26. September 2026 entscheidet dann die Mitgliederversammlung des DOSB, welcher Standort für Deutschland in den internationalen Auswahlprozess für Olympische und Paralympische Spiele gehen soll.