Mega-Umbau in der City Bremer Innenstadt wird neu geplant: Bürger sollen mitentscheiden

Bremen reißt eines seiner städtebaulichen Filetstücke ab und will Platz für Neues schaffen. Nur was soll kommen? Jetzt sind die Bürger gefragt.
Die Bremer Innenstadt steht vor einem tiefgreifenden Umbau – und die Bürger sollen dabei eine zentrale Rolle spielen. Auf dem Gelände des ehemaligen Horten-Kaufhauses, auch bekannt als Kaufhof-Standort, wird über eines der wichtigsten Stadtprojekte der kommenden Jahrzehnte entschieden.
Die Pläne gehen weit über ein klassisches Bauvorhaben hinaus. Statt reiner Einkaufsflächen soll ein neuer Stadtraum entstehen – mit Wohnungen, Kultur, Gastronomie und Orten, an denen Menschen sich auch ohne Konsum aufhalten können.
Innenstadt soll grundlegend neu gedacht werden
Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) spricht von einer Entscheidung mit langfristiger Wirkung: "Die Neubauten auf den Grundstücken Parkhaus Mitte und Horten werden die Bremer Innenstadt für mindestens die nächsten 50 Jahre prägen." Es gehe darum, die Innenstadt grundlegend neu zu denken.
Erstmals setzt die Stadt dabei gezielt auf breite Beteiligung. Unter dem Titel "Butter bei die Zukunft" können Bürger ihre Ideen einbringen – online, bei Veranstaltungen und in Workshops. "Die Bremerinnen und Bremer sind herzlich eingeladen, den Wandel unserer Innenstadt mit ihren Ideen und Anregungen zu begleiten", sagt Bovenschulte.
Auch Bausenatorin Özlem Ünsal (SPD) betont den Anspruch: "Die Zukunft des Horten-Areals entscheidet sich nicht hinter verschlossenen Türen." Die Perspektiven der Stadtgesellschaft sollen früh aufgenommen und verbindlich berücksichtigt werden.
Bürger sind gefragt: erste Veranstaltung bereits Anfang April
Der Beteiligungsprozess startet am Donnerstag, 9. April, mit einem öffentlichen Informationsabend im Haus der Wissenschaft. Danach folgt eine Online-Umfrage, anschließend Workshops, in denen Vorschläge vertieft werden können. Parallel arbeiten sechs Architekturbüros an konkreten Entwürfen für das Areal.
Für die Stadt ist klar: Die Innenstadt muss sich verändern. Der klassische Einzelhandel verliert an Bedeutung, gefragt sind neue Nutzungsmischungen. "Immer mehr Menschen wünschen sich konsumfreie Orte, an denen sie die Stadt ohne Eintritt und Kaufzwang genießen können", sagt Bovenschulte.
- senatspressestelle.bremen.de: Mitteilung vom 18. März 2026
- Berichterstattung bei t-online
