16.04.2026

Thüringer Bürgerrat „Frieden und Diplomatie“ tagt zum Auftakt in Eisenach

Am 23. April 2026 startet in Eisenach die Arbeit des Thüringer Bürgerrats „Frieden und Diplomatie“ für die Region Südwestthüringen. 50 per Los ausgewählte Bürgerinnen und Bürger kommen an diesem Tag erstmals zusammen, um über Fragen von Frieden, Sicherheit und internationaler Politik zu beraten. Insgesamt sind landesweit 200 Teilnehmende in vier Thüringer Regionen beteiligt.

Die Mitglieder des Bürgerrats wurden in einem mehrstufigen Verfahren aus 10.000 zufällig angeschriebenen Thüringerinnen und Thüringern ausgelost. Ziel war ein Gremium, das die Bevölkerung möglichst gut abbildet: Menschen aus kleinen, mittleren und großen Kommunen, alle Altersgruppen, eine ausgewogene Verteilung von Frauen und Männern sowie unterschiedliche Bildungsabschlüsse und Lebenshintergründe.

Das Thema „Frieden und Diplomatie“ wurde im Vorfeld breit vorbereitet. Bereits im Februar konnten rund 40 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie Landrätinnen und Landräte Themenvorschläge einbringen. Im März folgte ein Workshop mit etwa 40 Fachpersonen aus Friedens- und Konfliktforschung, Kirchen, Stiftungen, dem Auswärtigen Amt, Bundeswehr, Polizei, Rettungsdiensten sowie aus Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung und Zivilgesellschaft. Aus diesen Beiträgen entstand eine erste Themenlandkarte.

Bei der Auftaktsitzung in Eisenach entscheiden die Teilnehmenden selbst, welche Schwerpunkte sie setzen wollen und wie sich die Themenlandkarte weiterentwickelt. Außerdem legen sie fest, mit welchen Fachpersonen sie im weiteren Verlauf in landesweiten oder regionalen Anhörungen sprechen möchten. So sollen die Perspektiven der zufällig ausgewählten Bürgerinnen und Bürger den weiteren Prozess maßgeblich mitbestimmen.

Eisenachs Oberbürgermeister Christoph Ihling wird die Teilnehmenden zum „weichenstellenden Auftakt“ begrüßen. Er verbindet mit dem Bürgerrat die Erwartung, dass Politik und Verwaltung genau hinhören, welche Anliegen die Menschen im Land und vor Ort bewegen und welche Handlungsmöglichkeiten sich daraus ergeben.

Der Thüringer Bürgerrat „Frieden und Diplomatie“ ist als dialogisches Beteiligungsformat angelegt. Er soll den direkten Austausch zwischen Bevölkerung, Politik und Fachwelt stärken und Raum für unterschiedliche Erfahrungen und Erwartungen schaffen. Am Ende des Prozesses stehen Empfehlungen, die als Impulse für politische Entscheidungen und konkrete Maßnahmen dienen sollen.

Für Eisenach und die Region Südwestthüringen bedeutet die Auftaktsitzung, dass zentrale Fragen von Sicherheit und internationaler Politik nicht nur in Berlin oder Brüssel, sondern auch mit Blick auf die Lebenswirklichkeit vor Ort diskutiert werden – von Menschen, die per Losverfahren aus der Mitte der Gesellschaft ausgewählt wurden.

Quelle: Pressemitteilung vom 16.04.2026
Veröffentlicht am von , Redakteur

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