Dialogische Bürgerbeteiligung zur Neugestaltung der Stadtmitte startet in Laichingen

Auftakt mit Dialogischer Themensammlung

Gestern fand in der Laichinger Daniel Schwenkmezger-Halle eine „Dialogische Themensammlung“ statt. Die Veranstaltung startet die Bürgerbeteiligung zur Neugestaltung der Stadtmitte in Laichingen.

Eingeladen waren Vertreterinnen und Vertreter verschiedenster Interessen aus der Stadt. Rund 40 Personen sind dieser Einladung gefolgt. Darunter Mitglieder des Gemeinderats, Vertreter von Vereinen, Gewerbetreibende aus dem Stadtzentrum, Bürgerinitiativen und zivilgesellschaftliche Akteure. Diese Arbeitssitzung startet die mehrstufige Dialogischen Bürgerbeteiligung.

Bürgermeister Klaus Kaufmann begrüßte die Teilnehmenden. Er betonte den Sinn und Zweck des gesamten Prozesses: „Wir wollen Sie und die Bürgerinnen und Bürger von Beginn an einbeziehen in die Veränderung unserer Innenstadt.“. Mit Blick auf die Aufgabe für den Nachmittag forderte er die Teilnehmenden auf: „Sie dürfen heute ruhig ein bisschen egoistisch sein und ihre eigenen Interessen einbringen! Darum geht es heute Nachmittag. Wir wollen alle Themen auf den Tisch bekommen, die Sie rund um die Neugestaltung unserer Stadtmitte bewegen“.

Anschließend übernahm Daniel Oppold, Referent der Servicestelle Dialogische Bürgerbeteiligung des Landes Baden-Württemberg, der den Abend moderierte. Er informierte über das gesamte Beteiligungsverfahren und den Ablauf des Abends. Der Gemeinderat hatte die unabhängige Servicestelle mit der Bürgerbeteiligung beauftragt. Als Anstalt des öffentlichen Rechts unterstützt die Servicestelle Städte und Gemeinden in ganz Baden Württemberg bei Bürgerbeteiligungen.

Nach dieser Einführung kam Bauamtsleiter Robin Menholz zu Wort, und gab einen Überblick zum Vorhaben. Die Stadt will die besonderen Möglichkeiten des laufenden Sanierungsgebiets für die Stadt Laichingen nutzen. Ziel ist es, die Innenstadt zwischen Marktplatz und ZOB neu zu gestalten. In diesem Rahmen wird von der Stadt auch über einen Neubau des Rathauses in der Innenstadt nachgedacht.

Nach diesen Vorreden waren die Teilnehmenden gefragt. Es galt, eine Themenlandkarte zu ergänzen. Hier konnten sich alle Teilnehmenden einbringen und ergänzen. Ganz gleich, aus welchem Bereich sie kommen. Reihum konnten alle ihre wichtigen Punkte nennen. Daniel Oppold betonte, dass es dabei nicht um eine Bewertung geht. Vielmehr war das Ziel, dass alle relevanten Themen erfasst werden.

Daniel Oppold erklärte, dass die gemeinsam erstellte Themenlandkarte ab dem 24. April auf dem Beteiligungsportal Baden-Württemberg veröffentlicht wird. Dort können alle Interessierten die Themenlandkarte weiter er gänzen. Die Online-Beteiligung findet hier statt: https://www.beteiligung-bw.de/neugestaltung-stadtmitte-laichingen. Die Themenlandkarte dient der später tagenden Bürgerwerkstatt als Grundlage. In der Bürgerwerkstatt werden sich rund 30 zufällig ausgewählte Menschen Zeit zusammenfinden. Sie werden die Themen diskutieren und Empfehlungen für den Gemeinderat ausarbeiten.

Hintergrund: Neugestaltung der Stadtmitte

In Laichingen soll die Stadtmitte neugestaltet und modernisiert werden. Das Areal zwischen Marktplatz und ZOB, soll innerhalb des laufenden Sanierungsprogrammes neu entwickelt werden. Die Stadt möchte durch die Dialogische Bürgerbeteiligung frühzeitig die Bedürfnisse und Ideen der Bevölkerung für das Areal kennen lernen. Ihre Empfehlungen fließen in die weiteren Planungen und Entscheidungen der Stadt ein. Im Mittelpunkt der Bürgerbeteiligung wird eine „Bürgerwerkstatt“ mit rund 30 zufällig ausgelosten Einwohnerinnen und Einwohnern stehen. Die Teilnehmenden hören unterschiedliche Sichtweisen und Informationen rund um das Thema an und erarbeiten gemeinsam Empfehlungen. Noch vor den Sommerferien stellt die Bürgerwerkstatt die Ergebnisse dem Stadtrat und der Öffentlichkeit vor.

Die Dialogische Bürgerbeteiligung umfasst folgende Schritte:

1. DIALOGISCHE THEMENSAMMLUNG Hier kommen Vertreterinnen und Vertreter der Stadtpolitik, örtlicher Organisationen und der Zivilgesellschaft zusammen. Nach dem Motto: „Alles auf den Tisch“, sammeln sie gemeinsam alle wichtigen Aspekte zum Thema. Sie halten diese auf einer Themenlandkarte fest. Diese bildet die Grundlage für die weiteren Beteiligungsschritte. Die Veranstaltung findet nach den Osterferien stattfinden.

2. ONLINE-BETEILIGUNG und MITMACH-TAFEL Die Themenlandkarte wird nach der Dialogischen Themensammlung auf dem Beteiligungsportal Baden-Württemberg veröffentlicht. Hier können alle interessierten Bürgerinnen und Bürger die Themen nachlesen und ergänzen. Die Online-Beteiligung findet nach der Dialogischen Themen sammlung statt und ist für rund vier Wochen online. Zusätzlich werden auf dem Areal Info- und Mitmachtafeln installiert. An diesen können sich Passanten informieren und direkt über einen QR-Code auf die Seite der Online-Beteiligung gelangen.

3. BÜRGERWERKSTATT Rund 30 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger treffen sich an vier Terminen. Sie diskutieren über die Punkte auf der Themenlandkarte und tragen Ideen zur Zukunft der Laichinger Stadtmitte zusammen. Gemeinsam erarbeiten sie Empfehlungen. Professionelle Moderatoren sorgen für eine faire und strukturierte Zusammenarbeit der Teilnehmenden.

4. ÜBERGABEVERANSTALTUNG Noch vor den Sommerferien werden die Ergebnisse fertig sein. Sie werden am 6. Juli dem Gemeinderat übergeben und öffentlich vorgestellt.