Stefan Gruhner
Thüringer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport und Ehrenamt und Chef der Staatskanzlei
Mit den Auftaktsitzungen der vier Bürgerräte vom 21. bis 24. April 2026 setzt die Landesregierung ein zentrales Vorhaben aus dem Regierungsvertrag um. Nach Abschluss der Vorbereitungen nehmen die ausgelosten Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Arbeit auf. Den Anfang macht der Bürgerrat Mittelthüringen heute in Erfurt, es folgen Nordthüringen in Ebeleben, Südwestthüringen in Eisenach und Südostthüringen in Gera.
Der Chef der Thüringer Staatskanzlei und Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport und Ehrenamt, Stefan Gruhner, betont: „Die Bürgerräte stehen exemplarisch für den Anspruch der Landesregierung, eine neue politische Kultur in Thüringen zu gestalten – eine Kultur des Dialogs, der Transparenz und der breiten Beteiligung der Thüringer. Mit dem Thüringer Konsultationsverfahren wird die Opposition im Landtag frühzeitig und strukturiert eingebunden. Mit der Regierungserklärung zum Thüringenplan stellt der Ministerpräsident einmal im Jahr das Arbeitsprogramm der Landesregierung für das laufende Jahr transparent im Parlament der Öffentlichkeit dar. Bürgerräte ergänzen diesen Politikstil des Brückenbauens und des Dialogs, indem sie Bürgerinnen und Bürger direkt an politischen Entscheidungsprozessen beteiligen. So entsteht ein Miteinander in Thüringen, das Vertrauen stärkt.”
Aus 10.000 zufällig ausgewählten Thüringerinnen und Thüringern wurden in einem mehrstufigen Verfahren 200 Teilnehmende bestimmt und auf vier regionale Bürgerräte mit jeweils 50 Personen verteilt. Die Auswahl soll die Bevölkerung des Freistaats möglichst realitätsnah abbilden, unter anderem nach Alter, Geschlecht, Bildungsstand, Migrationshintergrund und regionaler Herkunft. Die Teilnehmenden arbeiten gleichberechtigt und entscheiden selbst, welche Themen sie vertiefen und welche Fachleute sie dazu anhören möchten. Eine zuvor entwickelte Themenlandkarte dient dabei als Orientierung, ohne feste inhaltliche Vorgaben zu machen.
Im weiteren Verlauf kommen die vier Bürgerräte im Juni 2026 erstmals gemeinsam in Erfurt zu einer Anhörung von Expertinnen und Experten zusammen. Im Sommer werden die Themen in digitalen Workshops vertieft, bevor im Herbst 2026 ein erster Zwischenbericht vorgelegt wird. 2027 wird der Prozess fortgeführt und mündet in eine gemeinsame Abschlusskonferenz. Der Abschlussbericht mit konkreten Empfehlungen soll im Herbst 2027 an die Landesregierung übergeben werden.
Mit den Bürgerräten stärkt die Landesregierung den direkten Austausch zwischen Bürgern, Politik und Verwaltung. Thüringen geht damit einen neuen Weg für mehr Beteiligung, mehr Dialog und eine lebendige Demokratie vor Ort.
