Ziel und Zweck des Verfahrens:
Entwicklung von Empfehlungen zur Zukunft der Röbeler Innenstadt
Überblick über das Verfahren:
In der Stadt Röbel/Müritz findet von Mai bis Juli 2026 ein Bürgerrat zum Thema "Lebenswerte Innenstadt" statt. Die Stadtvertretung htte die Durchführung der Losvesammlung am 16. Dezember 2025 beschlossen.
Die Losversammlung wird sich mit der Frage beschäftigen, wie sich Röbels Zentrum künftig entwickeln soll. Im April 2026 wurden 260 Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt per Zufallsverfahren aus dem Melderegister der Kommune ausgelost und zum Bürgerrat eingeladen. Aus den 33 eingegangenen Bewerbungen wird wiederum eine Gruppe von Personen ausgelost, die nach den Kriterien Alter, Geschlecht, Bildung und Wohnort ein Abbild der lokalen Bevölkerung ist. Damit soll ein möglichst breiter Querschnitt der Stadtgesellschaft erreicht werden – unabhängig von Alter, Beruf oder sozialem Hintergrund.
Zur inhaltlichen und organisatorischen Vorbereitung sowie zur Begleitung des Projektes wurde eine Lenkungsgruppe eingesetzt. Diese setzt sich aus zwei Mitgliedern der Stadtvertretung, einem Mitglied des Ausschusses für Kultur und Tourismus, einem Mitglied des Ausschusses für Bau und Stadtentwicklung, dem Bürgermeister sowie einem Vertreter der Stadtverwaltung zusammen.
Die Vorbereitung übernimmt die Verwaltung gemeinsam mit der Initiative Zukunftshandeln MV, die bereits Erfahrungen mit Bürgerräten in Mecklenburg-Vorpommern gesammelt hat.
Das Projekt Bürgerräte für MV als Träger des Bürgerrates in Röbel/Müritz wird durch die Robert Bosch Stiftung gefördert. Zusätzlich erfolgt die Finanzierung der Aufwandsentschädigungen wie auch der Hauptmoderation durch Fördermittel aus dem Bürgerfonds MV, der kommunale Eigenanteil wird über die „Partnerschaft für Demokratie im Amt Röbel-Müritz“ kofinanziert.
Zwischen dem 28. Mai und dem 9. Juli 2026 treffen sich die 26 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Bürgerrates zu vier Sitzungen. Drei Sitzungen dauern jeweils 2,5 Stunden, eine weitere Sitzung findet ganztägig statt.
Hintergrund des Beschlusses zur Einrichtung des Bürgerrates ist die wachsende Wahrnehmung, dass sich viele Menschen von politischen Entscheidungsprozessen nicht ausreichend mitgenommen fühlen. Zwar würden sich in Röbel viele Bürgerinnen und Bürger in Vereinen, Initiativen und Gremien engagieren, doch häufig tragen dieselben Personen die Verantwortung. Der Bürgerrat soll neue Perspektiven eröffnen und das demokratische Miteinander stärken und wird von Fachleuten begleitet.
Verbindung zu anderen Beteiligungsprozessen:
keine Angabe
Besonderheiten des Verfahrens und sonstige Anmerkungen:
keine Angabe